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Curriculum Vitae
1995 – 2001: Studium der Biologie an der Universität
Regensburg
1998 – 1999: Studium an der University of Colorado in Boulder,
USA
Betreuerin:
Prof. D. Bowers
Diplomarbeit: Iridoide Glycoside – Ihre Bedeutung für
die Systematik der Asteridae s. lat. und
ihre Induktion in Plantago lanceolata
Betreuer:
Prof. A. Bresinsky,
Dr. M. Fischer
seit Sept. 2001, 2004 abgeschlossen: Promotion an der Universität Regensburg,
Biologie I
Betreuerin:
Dr. J. Korb
Forschung
Der Einfluss des Verwandtschaftsgrads auf die
Aufrechterhaltung der Eusozialität bei der Termite Cryptotermes
secundus
Cryptotermes secundus gehört zu den one-piece-type
Termiten und kommt in den Mangroven
(Ceriops tagal) im Norden Australiens (Darwin) vor. C.
secundus zeigt im Laufe ihrer Ontogenese eine erstaunliche
Flexibilität hinsichtlich ihres Entwicklungsendpunkts, wodurch sich einem Individuum verschiedene reproduktive
Taktiken eröffnen: es kann entweder als Helfer in der Kolonie
bleiben, sich zum Ersatzgeschlechtstier oder Soldat entwickeln
oder die Kolonie als geflügeltes Geschlechtstier verlassen.
Obwohl jeweils nur ein Paar Geschlechtstiere eine Kolonie gründet,
findet man in der Natur sowohl monogame als auch polygame Kolonien.
Polygame Kolonien sind also nicht das Resultat von Pleometrose
(= mehrere Königinnen, die sich nach der Nestgründung
gemeinsam um die Brut kümmern), sondern sie entstehen durch
die Fusion von 2 oder mehr Kolonien. Diese Kolonien waren zwar
ursprünglich getrennt angelegt worden, sind dann jedoch im
Laufe der Zeit, bedingt durch ihre räumliche Nähe, miteinander
verschmolzen. Diese Koloniefusionen laufen nach unserem Wissen
friedlich ab, ohne dass sich die Angehörigen der beiden Kolonien
bekämpfen.
Da sich in einer derartigen Kolonie Individuen mit unterschiedlichem
Verwandtschaftsgrad finden, ist es nun interessant, ob sich nah
verwandte Individuen anders zueinander verhalten als entfernter
verwandte (kin discrimination). Auch die reproduktive Taktik eines
Individuums könnte sich in der Folge ändern, da der
Verwandtschaftsgrad insgesamt innerhalb der Kolonie sinkt (unter
der Annahme, dass die Gründerpaare nicht nah miteinander
verwandt waren).

Königin von Cryptotermes secundus
Projekte
(1) Die Bedeutung des Verwandtschaftsgrads
Momentan entwickle ich Mikrosatelliten als genetische Marker,
um die Verwandtschaft der Individuen in einer Kolonie bestimmen
zu können und um die folgenden Fragen zu beantworten:
- Bestehen Unterschiede im Verhalten zwischen Individuen in monogamen
und polygamen Kolonien?
- Findet sich in polygamen Kolonien, mit näher und entfernter
verwandten Individuen, Verwandtenselektion?
- Kann eine der Königinnen in polygamen Kolonien die Fortpflanzung
monopolisieren?
(2) Computer-Tomographie und Verhaltensbeobachtungen
Bis dato war es nicht möglich, C. secundus in seinem
natürlichen Habitat, d.h. im Holz, zu beobachten. Mit Hilfe
von CT-Aufnahmen in Verbindung mit einer endoskopischen Kamera
war es mir jedoch möglich, C. secundus in Pinus
radiata-Blöcken direkt zu beobachten (Film 1 / Film 2).
Mit Hilfe von CT-Aufnahmen und der Endoskopie möchte ich:
- die Fraßgeschwindigkeit von C. secundus-Kolonien
bestimmen
- die Kolonie-Entwicklung und die Nest-Architektur beschreiben
- Langzeitbeobachtungen und Verhaltensversuche an den Termiten
im Holz durchführen

3d- dimensionale Rekonstruktion der CT-Schichtbilder eines Cryptotermes
secundus Nests
(* : vorgebohrte Kammer, in welche die Termiten ursprünglich
gesetzt wurden)
Das Projekt wird durch ein Emmy Noether Stipendium
der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt.
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