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Biologie


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Universität Osnabrück - Biologie

Die Osnabrücker Biologie bietet (BSc/MSc)-Studiengänge für Ein-Fach-Studierende ("Biowissenschaften") und für Zwei-Fächer-Studierende (Gymnasium/LBS/GHR) an. Nähere Informationen finden Sie in der oberen Menüleiste unter "Lehre".
Die Osnabrücker Biologie besteht derzeit aus 17 Arbeitsgruppen, die das gesamte Spektrum der modernen Biologie abdecken. Bitte blättern Sie die "Teaser" oben durch, weitergehende Informationen finden Sie unter "Forschung" bzw. unter "Arbeitsgruppen" (dort auch zum Personalbestand und den Lehrveranstaltungen) in der Menüleiste oben.

Hans-Wilhelm „Hawi“ Trissl†

(wj) Hawi Trissl, geboren am 12.08.1941, wuchs in der Oberpfalz auf. Er studierte und diplomierte in(Atom)Physik in Karlsruhe, ging dann zu Peter Läuger, einem Pionier auf dem Gebiet biomimetischer Lipidmembranen, nach Konstanz, wo er Anfang der siebziger Jahre mit einer Arbeit über photochemische Ladungstrennungen in künstlichen Lipidmembranen promovierte. Es folgte Mitte der siebziger Jahre eine Post-Doc-Zeit bei Maurice Montal in Mexico City. Er arbeitete dort über das Verhalten des Sehpurpurs Rhodopsin in Modellmembranen. Nach ausgedehnten Reisen mit seiner Frau Dorle durch Südamerika ging er etwa 1977 zu Horst Tobias Witt, einem der Pioniere der Photosyntheseforschung, an die TU Berlin. Dort entwickelte er eine kapazitive Messmethodik zur zeitlichen Auflösung schneller Ladungstrennungen an Öl/Wasser-Grenzflächen. 1979 schloss er sich Wolfgang Junge an, der von der TU an die Universität Osnabrück wechselte, um dort die Biophysik aufzubauen. Hawi entwickelte mit „uhrmacherischem  Geschick“ die kapazitive Messtechnik weiter und erreichte eine Zeitauflösung von pico-Sekunden. Dies wurde Grundlage für international weithin beachtete Arbeiten über den Energie- und Ladungstransfer in photosynthetischen Reaktionszentren, die ihm und seinen Mitarbeitern eine feste Stellung im ersten Osnabrücker Sonderforschungsbereich sicherten. Er habilitierte, wurde gegen die Jahrtausendwende apl. Professor an der Osnabrücker Biologie und schied schließlich 2004 aus, um gemeinsam mit seiner Frau Dorle einer anderen Leidenschaft, der ländlichen Lebensweise, seine ganze Kraft zu widmen. Bei Ardales in Andalusien erwarben sie eine in den Bergen gelegene einsame Finca mit altem Oliven- und Mandelbaum-Bestand, die in gewohnter Weise mit der schon aus der Wissenschaft bewährten technischen Leidenschaft bewohnbar gemacht wurde. Mitte Dezember 2014 ist Hawi dort plötzlich und völlig unerwartet im Alter von 73 Jahren verstorben. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Dorle.

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