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Universität Osnabrück - Biologie

Die Osnabrücker Biologie bietet Bachelor- und Master-Studiengänge für Ein-Fach-Studierende (»Biowissenschaften«) und für Zwei-Fächer-Studierende («Gymnasium/LBS/GHR«) an. Details finden Sie über die obere Menüleiste unter »Studium«.
Die Arbeitsgruppen decken das gesamte Spektrum der modernen Biologie ab. Weitere Informationen in den durchschaltbaren »Teasern« oben sowie über die Menüleiste.  Personalbestand und Lehrveranstaltungen unter Arbeitsgruppe/MitarbeiterInnen.

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Exzellente Forschung in der Biologie bestätigt - die Deutsche Forschungsgemeinschaft verlängert den SFB 944

Ein großartiger Erfolg für die Osnabrücker Biologie: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den Sonderforschungsbereich (SFB) 944 »Physiologie und Dynamik zellulärer Mikrokompartimente« um weitere vier Jahre. „Die DFG-Bewilligung bestätigt eindrucksvoll die international exzellente Forschung in der Biologie an unserer Universität; zu diesem großen Erfolg gratuliere ich allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen von Herzen“, erklärt Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke. Die Förderung beläuft sich auf insgesamt 10 Millionen Euro.

„Sonderforschungsbereiche sind auf die Dauer von bis zu zwölf Jahren angelegte Forschungseinrichtungen an Hochschulen, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem fächerübergreifenden Forschungsprogramm zusammenarbeiten“, heißt es auf der Homepage der DFG. Im Mittelpunkt steht die Bearbeitung innovativer, anspruchsvoller, aufwendiger und langfristig konzipierter Forschungsvorhaben durch Koordination und Konzentration von Personen und Ressourcen. Damit dient sie der institutionellen Schwerpunkt- und Strukturbildung. Sonderforschungsbereiche umfassen eine Vielzahl von Teilprojekten.

Im SFB 944 wird die strukturelle und zeitliche Organisation von Proteinen und Lipiden im zellulären Verbund untersucht. »Unser Forschungsziel ist es, herauszufinden, wie diese sogenannten Mikrokompartimente den Zellen optimales Wachstum und effiziente Vermehrung erlauben – und wie im Gegenzug Zellen krank werden, wenn diese Organisation gestört wird«, erläutert der Sprecher des Sonderforschungsbereiches, Prof. Dr. Christian Ungermann. Besonders positiv hervorgehoben wird in der Entscheidung für die Weiterförderung durch die DFG die enge Verknüpfung des SFB mit dem Zentrum für zelluläre Nanoanalytik Osnabrück (CellNanOs), das im vergangenen Jahr seine Arbeit in einem eigens dafür errichteten Gebäude aufnahm. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Bereiche Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und Kognitionswissenschaft können im CellNanOs aktuelle Fragen der Zellbiologie auf international wttbewerbsfähiger Ebene bearbeitet werden. „Im Vordergrund steht dabei die Erforschung der Funktion von Proteinen im zellulären Zusammenhang. Dabei nutzen wir modernste bildgebende und bioanalytische Techniken, die Einblicke in komplexe zelluläre Prozesse und somit neue Ansätze zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen, Infektionen oder Krebs ermöglichen“, so Prof. Dr. Jacob Piehler, Biophysiker des Fachbereichs Biologie/Chemie der Universität Osnabrück und Leiter des CellNanOs.

Dieses große interdisziplinäre Potential des CellNanOs komme maßgeblich der Arbeit des Sonderforschungsbereichs zugute, betont Prof. Ungermann: „Wie auch im CellNanOs liegt ein entscheidender Vorteil unseres SFB in dieser ergebnisorientierten und fachübergreifenden Zusammenarbeit von zehn Arbeitsgruppen aus der Osnabrücker Biologie und Mathematik sowie fünf Arbeitsgruppen der Universität Münster.“ Die jetzt genehmigte dritte und somit letzte Förderphase des SFB 944 beginnt im Januar 2019. Der SFB hat eine Laufzeit bis Ende 2022.

zu den Abbildungen oben:

Bild links - Aufnahme der Infektion einer menschlichen Darmepithelzelle durch Salmonella. Das Bakterium (in rot, pseudokoloriert) manipuliert über Kontaktstellen die Darmzelle (grün). Die Darmzelle formt wellenförmige Membranausstülpung und nimmt dann Salmonellen auf. Der Vorgang ist Ausgangspunkt für die Durchfallerkrankung und Darmentzündung.

Bild rechts - Mikrokompartimente zwischen Organellen einer Hefezelle. Unsere Zellen enthalten kleine abgegrenzte Bereiche, die sogenannten Organellen. Diese können über bestimmte Kontaktstellen aneinander binden und so Stoffe und letztlich "Informationen" austauschen, eine für die einwandfreie Funktion der Zellen unabdingbare Eigenschaft. Das Bild zeigt eine (menschlichen Zellen verwandte) Hefezelle mit Kontaktstellen  zwischen den "Kraftwerken der Zelle" (den Mitochondrien) und dem zellulären "Magen" (der Vakuole). Für die Aufnahme wurden bestimmte Proteine mit jeweils einem blauen, pinkfarbenen oder grünen Farbstoff angefärbt und dann im Mikroskop betrachtet.

https://www.biologie.uni-osnabrueck.de/sonderforschungsbereich/sfb_944_home.html