Fachbereich 5

Biologie


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Universität Osnabrück - Biologie

Die Osnabrücker Biologie bietet Bachelor- und Master-Studiengänge für Ein-Fach-Studierende (»Biowissenschaften«) und für Zwei-Fächer-Studierende («Gymnasium/LBS/GHR«) an. Details finden Sie über die obere Menüleiste unter »Studium«.
Die Arbeitsgruppen decken das gesamte Spektrum der modernen Biologie ab. Weitere Informationen in den durchschaltbaren »Teasern« oben sowie über die Menüleiste.  Personalbestand und Lehrveranstaltungen unter Arbeitsgruppe/MitarbeiterInnen.

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Wer gewinnt - Hirse oder Adlerfarn?

Die Konkurrenz zwischen Nutzpflanzen und invasiven „Unkräutern“ ist ein allseits bekanntes Problem. Der Ausgang des „Kampfes“, insbesondere in Abhängigkeit von aktuellen Umweltbedingungen, mehr als nur von akademischem Interesse.  
Wissenschaftler der Universitäten Osnabrück, Marburg und Bayreuth haben nun im Rahmen der DFG-geförderten Forschergruppe „Tropical Mountain Forests“ erstmalig ein solches System untersucht und modellhaft vorgestellt.  
In den Anden Südecuadors wird der extrem biodiversitätsreiche Bergregenwald für die Erzeugung von Nutzflächen gerodet, die aber durch die schnelle Invasion des Adlerfarns in wenigen Jahren unbrauchbar werden. Neue Rodungen und die weitere Reduktion der biologischen Vielfalt sind die Folge. Im intensiv untersuchten Forschungsgebiet im Tal des San Francisco-Flusses laufen langfristige Messungen des Klimas, des Pflanzenwachstums, der Böden und des Wasserhaushalts, um alle wichtigen Parameter in die Modellrechnungen zur Simulation und Vorhersage der Entwicklung der Vegetation einsetzen zu können.
Die Arbeiten zeigen, daß insbesondere die mit der Höhe abnehmenden Temperaturen und die zunehmende UV-Strahlung für den Erfolg des sich auf den Flächen schnell durchsetzenden Adlerfarns verantwortlich sind. Die Arbeitsgruppe Pflanzenphysiologie unter der Leitung von Prof. Renate Scheibe hat in diesem Kontext Photosynthesemessungen durchgeführt und anschließend unter kontrollierten Bedingungen im Gewächshaus die molekularen Ursachen für die unterschiedlichen Streßantworten der konkurrierenden Arten ermittelt. »Freilandforschung bietet die einmalige Möglichkeit, neben der Analytik im Labor auch die Lebenserscheinungen der verschiedenen Pflanzen in ihrem natürlichen Habitat und in der Konkurrenz kennenzulernen«, so Prof. Scheibe. Zum Artikel. Mehr Bilder: 1  2