Fachbereich 5

Biologie


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Universität Osnabrück - Biologie

Die Osnabrücker Biologie bietet Bachelor- und Master-Studiengänge für Ein-Fach-Studierende (»Biowissenschaften«) und für Zwei-Fächer-Studierende («Gymnasium/LBS/GHR«) an. Details finden Sie über die obere Menüleiste unter »Lehre«.
Die Arbeitsgruppen decken das gesamte Spektrum der modernen Biologie ab. Weitere Informationen in den durchschaltbaren »Teasern« oben sowie über die Menüleiste.  Personalbestand und Lehrveranstaltungen unter Arbeitsgruppe/MitarbeiterInnen.

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Stellenausschreibung

Am FB5/Biologie sind derzeit zwei Stellen ausgeschrieben (s. link bzw. pdf-Datei).

Renate Scheibe wird "Ombudsman für die Wissenschaft"

Das Präsidium der Universität und die Osnabrücker Biologie gratulieren Frau Prof. Dr. Renate Scheibe zur Bestellung als „Ombudsman für die Wissenschaft“ (ab Januar 2017) durch den Senat der DFG.

Feodor Lynen-Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung für Doktorandin der Osnabrücker Biologie (AG Pflanzenphysiologie - Frau Prof. Dr. R. Scheibe)

[Dr. Jennifer Selinski (links) und Prof. Dr. Renate Scheibe (rechts)]

In Anerkennung ihrer wissenschaftlichen Arbeiten hat der Auswahlausschuß Frau Dr. Selinski ein Forschungsstipendium für Posdtoktoranden für die Dauer von 24 Monaten bewilligt. Das Forschungsstipendium wird Frau Dr. Selinski an die La Trobe University im australischen Melbourne zu Prof. Dr. James Whelan führen. »Ich habe [Prof. Whelan] bereits vor einiger Zeit auf einer Tagung kennengelernt, und wir fanden schnell heraus, daß wir an den gleichen Themen forschen«, erklärt die 1984 in Münster geborene Biologin, die in wenigen Tagen erneut nach Australien aufbrechen wird, um ihr Stipendium anzutreten.
Dr. Selinski hat ihre Diplomarbeit und daran anschließend die durch ein Lichtenberg-Stipendium geförderte Promotion in der Arbeitsgruppe Pflanzenphysiologie unter der Leitung von Prof. Dr. Renate Scheibe angefertigt. Ihre Promotion, die mit der Bestnote summa cum laude abgeschlossen wurde, und der Start in die Postdoc-Phase wurden aus dem Frauenförderpool der Universität und dem Forschungspool mitfinanziert.
Frau Dr. Selinski erforscht Fragestellungen aus dem Energiestoffwechsel der Pflanze und den Regulationsmechanismen, die die dauernde Anpassung an sich ständig ändernde Bedingungen ermöglichen. Ihr Hauptinteresse gilt Proteinen, die durch kurzfristige Modifikationen die zelluläre Redox-Balance feinjustieren. »Im Grunde geht es um die Frage, wie die Pflanze ihre Energieverteilung regelt und was geschieht, wenn bei Streß ein Überschuß an Energie schadlos abgeleitet werden muß«.
Das Humboldt-Stipendium wurde im Oktober 2016 bewilligt. Das Besondere an dieser begehrten Förderung ist nicht zuletzt die einjährige Anschlußfinanzierung, um nach zwei Auslandsjahren die  Forschungen in Deutschland weiterführen zu können. »Dadurch erhalte ich die Chance, an eine deutsche Universität zurückzukehren«, so Selinski.
Prof. Scheibe zeigt sich sichtlich stolz über die erfolgreiche Bewerbung ihrer Kollegin, die seit beinahe zehn Jahren in ihrem Team forscht. »Das ist für sie eine unglaubliche Chance«, so Scheibe. »Ich habe sie schon früh ermutigt, weil ich erkannt habe, daß Frau Selinski nicht nur das Talent, sondern auch den Ehrgeiz und die Freude an der Wissenschaft mitbringt. Daß sie nun, nach den sicher auch entbehrungsreichen Jahren so eine Anerkennung erhält, freut mich einfach sehr – auch wenn ich sie ungern ziehen lasse, wie ich zugeben muß.«

Molekularer Mechanismus zur Kontrolle der angeborenen Immunabwehr

Kei-ichiro Arimoto, Sara Löchte, Samuel A Stoner, Christoph Burkart, Yue Zhang, Sayuri Miyauchi, Stephan Wilmes, Jun-Bao Fan, Jürgen J Heinisch, Zhi Li, Ming Yan, Sandra Pellegrini, Frédéric Colland, Jacob Piehler & Dong-Er Zhang
STAT2 is an essential adaptor in USP18-mediated suppression of type I interferon signaling
Nature Structural and Molecular Biology 2017
DOI: 10.1038/nsmb.3378

Der menschliche Körper kann einen Befall durch Pathogene, aber auch entartete Zellen als Ursache von Krebserkrankungen  frühzeitig erkennen und lokal mit Botenstoffen bekämpfen. Dadurch warnen die erkrankten Zellen benachbarte gesunde Zellen. Diese Botenstoffe, die Interferone, starten in den Zielzellen ein Abwehrprogramm, das die Ausbreitung des Pathogens auf die gesunde Zelle massiv erschwert.

Allerdings können durch diese Abwehrmaßnahmen auch gesunde Zellen geschädigt werden, die angeborene Immunabwehr ist mithin ein zweischneidiges Schwert. Für den Organismus ist es überlebenswichtig, das Ausmaß der Abwehr mittels molekularer Regulatoren genau zu kontrollieren. Es zeigte sich nun in internationaler Zusammenarbeit (die Beteiligten aus der Osnabrücker Biologie sind oben hervorgehoben), daß ein wichtiger derartiger Regulator ein Effektorprotein mit zentraler Rolle in der Signalvermittlung der Zielzelle nutzt.

Die direkte Kopplung von Regulator und Effektorprotein hält die angeborene Immunabwehr immer in einer produktiven Balance, der Organismus wird vor einer Überreaktion geschützt. Das mechanistische Verständnis der Regulatorfunktion eröffnet neue therapeutische Strategien um virale Erkrankungen oder auch Krebs durch die gezielte Unterstützung körpereigener Abwehrmechanismen zu bekämpfen (Jacob Piehler).